Rund ums Reisen

Hotels

Von Couchsurfing bis Fünf-Sterne - wie man sich bettet, entscheidet jeder selbst. Wichtig ist nur, gewusst, wo?

Sani Ressort

Griechenland: Die Anlage aus fünf Hotels lockt nicht nur mit Luxus, sondern auch mit Blick auf den Olymp.

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Mal ehrlich, wer mag schon Hotels mit 600, 700 oder mehr Zimmern. Das Sani-Ressort auf der  Halbinsel Chalkidiki im Norden Griechenlands beherbergt gar 947 Gästeunterkünfte und ist dennoch die ganze Saison über gut gebucht. Nicht etwa, weil die Griechen die Übernachtungen verschleudern, nein im Gegenteil, für den gebotenen Fünf-Sterne-Standard muss der Gast schon einen angemessenen Preis berappen. Wo also liegt das Geheimnis im offensichtlichen Widerspruch?

 

Wer mit der Zimmerzahl im Kopf sich auf die einstündige Anreise vom Flughafen Thessaloniki macht, erlebt spätestens bei der finalen Anfahrt jenen Aha-Moment, der sich in den kommenden Stunden oder Tagen ein ums andere Mal wiederholen wird. Denn eine Bettenburg gigantischen Ausmaßes sucht man vergebens. Schon das Wort Ressort im Namen verrät ein wenig, warum das Sani trotz seiner fast 2000 Gäste bei selbigen so beliebt ist. Denn auf Kassandra, dem westlichen "Finger" besagter Halbinsel, verteilen sich auf 1000 Hektar gleich fünf Fünf-Sterne-Hotels. Da verläuft es sich. Und die einzelnen Häuser erfüllen nicht nur unterschiedliche Ansprüche, sie sind auch so in Strandnähe errichtet worden, dass man niemals und nirgends das Gefühl von Masse bekommt. Die Gesamtanlage erinnert eher an eine kleine Stadt, in der man, wenn gewollt, Trubel, aber eben auch Privatsphäre und teils sogar Einsamkeit erleben kann.

Als Zentrum dient die Marina, um die herum Restaurants, Bars und Geschäfte drapiert sind. Hier trifft man sich zum Boote gucken, shoppen oder im Schatten eines Baumes sitzen und sich griechische Spezialitäten schmecken zu lassen. Der breite Weg ums Hafenbecken gibt dabei die perfekte Flaniermeile ab. Sehen und gesehen werden, wer’s braucht. Die Marina teilt zugleich die Anlage, die sich in diesem Bereich wie sonst auch fast durchgängig, nicht höher als bis zum zweiten Stock erhebt. Das stärkt den kleinstädtischen Charakter.

Fünfmal fünf Sterne

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Mit dem Sani-Beach findet sich auch ein echter Hotel-Mehrgeschosser im Ressort. Direkt am Kap Sani und dem weitläufigen Traumstrand Bousoulas Beach gelegen, begrenzt es Bucht und Hotelanlage im Norden. Von den oberen Etagen aus hat man nicht nur die perfekte Übersicht, sondern zugleich auch einen Traumblick auf Strand und Meer. Das Sani Beach ist das zweitälteste Gebäude und stammt aus der Mitte der 1970er Jahre. Genau am anderen Ende des Ressorts findet sich Sani Club, mit dem 1971 die Geschichte des Ressorts begann. Als eingeschossige Bungalow-Anlage in den Hang gebaut ist es das ganze Gegenteil vom Beach, zumindest architektonisch. Und dennoch wird es dem Urlauber schwer fallen, die Entstehungsjahre der einzelnen Hotels wirklich zu erraten. Denn wie auch das jüngste Mitglied der Familie, das Sani Club, erst vor zwei Jahren eröffnet, passen die einzelnen Hotels von den Ansichten her perfekt zueinander. Abgestimmt in baulicher Ausführung und Außenwirkung, unterschiedlich in Details und Ausstattung, um Gleichförmigkeit vorzubeugen. Und trotz der gleichen Sterne-Auszeichnung gibt es innerhalb des Ressort Steigerungsformen von Luxus. Das Sani Asteria kommt hier als Boutique-Hotel und Juwel vom Ganzen daher. Schließlich wäre da noch das Porto Sani, wie der Name verrät, hinter der Marina gelegen. Als einziges ohne direkten Strandzugang, dafür aber weniger trubelig und mit reserviertem Beachabschnitt. Vor einen erholsamen Urlaub liegt in jedem Fall die Qual der Wahl, sich für das Hotel zu entscheiden, was den persönlichen Vorlieben entspricht.

 Von Dine Around bis Chelsea-Training

Gleiches gilt dann vor Ort bei der Restaurant-Suche. Nicht weniger als 24 sind im Angebot, vom Sternekoch bis zur Taverne. Im Rahmen von Halb- und Vollpension gibt es eine Dine-Around-Möglichkeit, um möglichst viele Angebote kennenlernen zu können. Schnell wird der Gast dabei feststellen, dass es dort am besten schmeckt, wo man der einheimischen Küche am nächsten ist. Vielfalt bei Essen und Trinken, Vielfalt auch bei den Betätigungsmöglichkeiten. Sieben Kilometer Strand, jedes Hotel mit eigenen Pools, alle beheizt, Tennisfans spielen in der Nadal-Akademie und Fußballfreunde erweitern ihre Skills unter der Schirmherrschaft von Chelsea London im gleichnamigen Trainingszentrum. Motorisierter und nichtmotorisierter Wassersport, Hochseilgarten, Teenagerclub... Mehrere Wochen Urlaub reichen nicht, um mal Langeweile zu bekommen. Nach aller Freizeit-Anstrengung wartet ein Spa, in jedem der Hotels eines mit Pool, und in diesen viele hilfreiche und könnende Hände, die Körper und Seele verwöhnen.

Doch das allerbeste, und kostenlos dazu, ist der Blick von der strandnahen Frühstücksterrasse übers Meer auf die schneebedeckten Gipfel des Berges Olymp. Beim Zeus, was für eine göttliche Aussicht...

www.sani-resort.com

Info:

Anreise: easyjet fliegt direkt in knapp zwei Stunden von Schönefeld nach Thessaloniki.

Transfer: Das Sani-Resort verfügt über einen eigenen Flughafen-Shuttle.

Tipp: Stressfrei an- und abreisen. Holiday Extras bietet verschiedene Zusatzleistungen zum Flug, etwa Parkplätze in Schönefeld. Vom Valet Parking, also der Autoübergabe direkt am Terminal, bis zum Großparkplatz inklusive Shuttle-Service. Dazu können nach Verfügbarkeit Flughafen-Lounges gebucht werden. Sehr empfehlenswert für Thessaloniki, der Airport ist überlaufen, laut und nicht wirklich gut klimatisiert.

www.holidayextras.de

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The Chedi Luštica Bay

Montenegro: Irgendwo im Nirgendwo ist The Chedi der Beginn eines großen Traumes.

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The Chedi Luštica Bay ist das erste vorzeigbare Projekt der künftigen Stadt, die hier in an der Küste entstehen soll. Eingebettet von Villen und Stadthäusern werden einmal auch insgesamt sieben Hotels Gäste beherbergen. The Chedi verfügt über 111 Zimmer und Suiten, die in einem zweireihigen Gebäude untergebracht sind.

Das zu den "Leading Hotels of the World" gehörende Haus bietet in allen Zimmerkategorien reichlich Platz und setzt auf dezenten Luxus. Natürliche und meist pastellene Töne sollen eine Verbindung von Adriatischem Meer und Karstlandschaft der Küstenlinie darstellen. Bei der Innenausstattung erfreuen interessante Designlösungen und edle Materialien. Zwei Restaurants, zwei Bars, Innen- und Infinity-Außenpool sowie Spa stehen den Gästen zur Verfügung. Wie zu erwarten, spielt Service eine große Rolle. Von der Rezeption bis zum Valet-Parking sind die Angestellten ausnehmend höflich und stets um den Gast bemüht. Ein Mietwagen ist auf Grund der abgelegenen Lage dringend angeraten.

www.lusticabay.com/de/the-chedi

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Staudacherhof

Bayern: Gesund, lecker, bayrisch müssen sich nicht ausschließen. Sucht man Behaglichkeit dazu, wird der Gast hier fündig.

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Wer den Staudacherhof sucht, hat es nicht allzu schwer. Das Haus verfügt als eines der wenigen in Garmisch-Partenkirchen über die einst so allgegenwärtigen Türme. Wer typisch bayerische Kost sucht, die zugleich gesund und schmackhaft ist, könnte es schwerer haben - wird aber ebenso im Staudacherhof fündig. Denn hier ist Bayurvida zu Hause. Heimische Küche und aisatische Gesundheitslehre sind für Peter Staudacher und sein Team kein Widerspruch. Man hat Himalya und Alpen vereint. Das ging natürlich nicht ohne Tabubruch einher, schließlich verzichtet die reine ayurvedische Lehre auf Fleisch. „Das ist in Bayern schlichtweg nicht vermittelbar“, weiß Sascha Horst, der seit über zehn Jahren im Staudacherhof kocht. Für ihn und seinen Kollegen war also das Ziel, das Einheimische und Leckere mit dem Gesunden so zu kombinieren, dass sich der wohltuende und heilende Effekt trotzdem einstellt. Und bei Staudachers ist man so vom Konzept überzeugt, dass man sich „Bayurvida“ als Markenname hat eintragen lassen.

Gekocht wird im Fluss der Jahreszeiten, die Küche ist auf saisonal und regional umgestellt und bleibt trotzdem im Gleichgewicht der sechs Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Allerdings mit den Möglichkeiten, die der heimische Garten oder das Alpenland hergeben. Horst versucht so, für jedes der 146 ayurvedischen Gewürze ein Pendant aus der Region zu finden und ist dabei schon gut vorangekommen. Wilder Majoran (Dost) statt Oregano, Brennessel für Kurkuma oder Brunnenkresse im Austausch gegen Meerrettich beispielsweise. Das Fleisch ist bio-zertifiziert, natürlich, und kommt vom Bauern um die Ecke. Herkunft und Zubereitung sorgen für den Unterschied zum typisch bayerischen, das sonst auf den Teller kommt. Und die abgestimmten Gewürze stellen sicher, dass alles gut bekömmlich ist. „Bei uns schleppt keiner die Entenbrust drei Tage mit sich herum“, ist sich Sascha Horst sicher.

Das Bayurvedische macht aber am Tellerrand nicht halt, denn für Peter Staudacher ist es ein ganzheitliches Lebenskonzept. Natürlich bietet das „Bavarian History & Livestyle Hotel“ Yoga und ayurvedische Behandlungen, stets kombiniert oder vollführt mit heimischen Elementen. Ob eigene Öle oder Kosmetiklinien auf Naturbasis, begleitetes Wanderyoga - wer nunmehr bald in der fünften Generation ein Hotel führt, muss mit der Zeit gehen, ist der Tradition ebenso verpflichtet wie dem Zeitgeist. Der Wechsel von der mondänen Sauna in die Stille Alm mit Heubett macht dieses Nebeneinander augenscheinlich. Und die Mia-san-mia-Mentalität uriger Bayern gepaart mit einem Team aus zehn Nationen erst recht.

www.staudacherhof.de/

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