Rund ums Reisen
Hessen

Im Zentrum Deutschlands gelegen bietet Hessen attraktive Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für Wanderer, Radfahrer, Kultur- und Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien.

Abkühlung garantiert

Sommervergnügen in den Heilbädern

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Nicht jeder kann oder möchte seinen Urlaub in der Ferne verbringen. Dann bietet sich je nach Lust und Laune für entspannte und spannende Ferien ein Ausflug in die Heilbäder und Kurorte in Hessen an. Mit dazu gibt es in jedem Fall immer ein bisschen „Gesundheit“, denn mit ihren natürlichen Heilmitteln können die Heilbäder und Kurorte in Hessen gerade in der Sommerzeit punkten.

Herrliche Freibäder locken zum Familienspaß mit Rutschen und Strömungskanälen und bieten durch das gesunde Thermalwasser wie zum Beispiel in Schlangenbad einen ganz besonderen Gesundheitsgenuss. Und auch wer im Sommer nicht ans Meer fahren und dort in die Wellen springen kann, findet solehaltiges Wasser mit all seinen Vorzügen für das Wohlbefinden in zahlreichen hessischen Thermen. Hier können sich Besucher auch bei Regenwetter wie im Meer treiben lassen. In sanfter Sole und mineralhaltigen Thermalwasser können die Muskeln entspannen und regenerieren – und der Kopf zur Ruhe kommen.

An den Gradierwerken in Bad Nauheim, Bad Karlshafen, Bad Orb oder Bad Sooden-Allendorf und in den Salzgrotten in Bad Soden-Salmünster oder Bad Salzhausen weht eine leichte Meeresbrise durch Hessen und sorgt für wohltuende Atemzüge.

Wer unter der schwülen Hitze leidet, sollte einen Ausflug in einen Heilklimatischen Kurort planen. Hier lassen sich auch hohe Temperaturen gut aushalten, da im Heilklima stets ein angenehmes Lüftchen weht. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch schattige Wälder oder gepflegte Kurparke lässt sich der Sommer in vollen Zügen und mit allen Sinnen genießen: Denn in den Kurparken wie in Bad Homburg, Schlangenbad, Bad Schwalbach können Besucher Wasser aus den gesundheitsfördernden Heilquellen probieren, die dem Körper wichtige Mineralien zurückgeben.

Aktive, die in diesem Sommer gerne ihre Wanderschuhe schnüren möchten, kommen in den Gesundheitsstandorten ebenfalls voll auf ihre Kosten: Die Heilbäder und Kurorte Bad Karlshafen, Willingen, Naumburg oder Bad Sooden-Allendorf im hohen Norden sowie Bad König, Lindenfels und Grasellenbach im Süden locken mit einem gut ausgebauten Netz an Wanderwegen verschiedener Längen und Schwierigkeitsstufen.

Eine umfangreiche Übersicht über die Thermen, Erlebnis- und Freibäder in den Heilbädern und Kurorten in Hessen findet sich auf der Internetseite des Hessischen Heilbäderverbandes unter www.hessische-heilbaeder.de.
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Der Frankenwald

Waldgebiet des Jahres 2017

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Wenn der Wind in den Bäumen rauscht, frisch-würzige Luft bis ins kleinste Lungenbläschen dringt und die Stille, nur unterbrochen von Vogelgezwitscher und Insektengesumm, für wohltuende Entspannung sorgt, ist eines gewiss: Der Aufenthalt im Wald tut einfach gut.

Ob man nun sportlichen Schrittes wandert oder gemütlich spazieren geht – die Bewegung im grünen Forst ist Genuss pur für Körper und Seele. Abseits von Großstadtgetöse und Zeitdruck bietet eine Auszeit im Wald optimale Voraussetzungen, um zur Ruhe zu kommen und endlich mal tief durchzuatmen. Wer auf der Suche nach abwechslungsreichen Wandertouren kombiniert mit kulinarischen Highlights ist, wird im Frankenwald garantiert fündig. Schließlich ist das Mittelgebirge im Nordosten Frankens nicht nur die erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ in Bayern, sondern wurde auch als „Waldgebiet des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis vom Bund Deutscher Forstleute (BDF), der damit die außerordentlich gelungene Verbindung von Tourismus mit Naturschutz und der forstlichen Nutzung anerkennt. Als Wanderregion überzeugt der Frankenwald dank seiner über 4.200 Kilometer markierter Wanderwege, die für jeden Geschmack die passende Strecke bieten – zum Beispiel den FrankenwaldSteig, den Fränkischen Gebirgsweg oder den Frankenweg. Viel Bewegung an frischer Luft hält ja bekanntlich nicht nur fit, sondern macht auch hungrig. Ein Glück, dass der Frankenwald mitten in der Genussregion Oberfranken liegt und mit zahlreichen lokalen Spezialitäten, etwa 1.000 verschiedenen Bieren und unzähligen Wurstsorten aufwartet und damit müden Wanderern neue Kräfte verleiht. Klare Luft atmen, das Wechselspiel von Licht und Schatten genießen und ausgezeichnet speisen – der Frankenwald hat also viele Facetten, die mit allen Sinnen erlebt werden können. Damit er auch für zukünftige Generationen ein Ort der Erholung und Entspannung bleibt, gilt es, nachhaltig sowie ökologisch zu wirtschaften. Und da kann jeder seinen Teil zu beitragen: Wer selbst aktiv für den Frankenwald von morgen sorgen möchte, hat die Möglichkeit, im Rahmen einer geführten Wanderung und unter forstlicher Anleitung einen Baum zu pflanzen. Mehr zu der Pflanzaktion sowie weitere Informationen rund um die Region gibt es unter www.frankenwald-tourismus.de.

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Teuteburger Wald

Blühende Oasen - Parks und Gärten

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Zum fünften Mal findet die Landesgartenschau im Teutoburger Wald statt. Darüber hinaus locken zahlreiche andere blühende Oasen in den „Heilgarten Deutschlands“. Kaum eine andere Region bietet so viele unterschiedliche Parks und Gärten, die sowohl Kulisse für kulturelle Events sind, als auch zum Innehalten, Entspannen und Spazieren gehen einladen.

Der Gräfliche Park in Bad Driburg ist beispielsweise einer der schönsten Landschaftsgärten Deutschlands und zählt nicht umsonst zum Europäischen Gartennetzwerk (EGHN). Bereits um 1750 gegründet, bietet er auf 64 Hektar englische Landschaftsarchitektur mit verschiedenen Themengärten und Beeten, die drei Mal im Jahr neu bepflanzt werden. Vor allem der Staudengarten von Piet Oudolf ist ein Highlight.

Farbenprächtige Blumen, uralte Bäume und weite Rasenflächen prägen dagegen den Kurpark in Bad Oeynhausen. Zwischen 1851 und 1853 nach einem Plan von Peter Joseph Lenné, einem der bedeutendsten Gartenbaumeister seiner Zeit, angelegt und ständig erweitert, zählt er zu den schönsten Anlagen seiner Art und bildet mit dem neobarocken Kurhaus, der neoklassizistischen Wandelhalle und den schmucken Badehäusern ein einzigartiges Ensemble. Dieses verwandelt sich vom 4. bis zum 6. August bei den traditionellen Parklichtern mit viel Musik und Kleinkunst in eine Art Festivalgelände mit Open-Air-Konzert und Höhenfeuerwerk vor der imposanten Kulisse des Kaiserpalais.

Der historische Kurpark von Bad Meinberg feiert in diesem Jahr 250-jähriges Jubiläum. Dazu gibt es am 2. September ein großes Sommerfest. Der barocke Park ist geprägt von Alleen und einem See, in dem eine zwölf Meter hohe Fontaine in den Himmel schießt.

In Bad Salzuflen verdankt der Kurpark seine Entstehung der Förderung von Sole und den Gradierwerken. Rosen, Stauden und Sommerblumen prägen diesen Park. Am 8. September findet hier eine besonders romantische Veranstaltung statt: die Nacht der   10 000 Kerzen. Bei Orchestermusik und zu leckeren Kleinigkeiten verwandeln Kerzen und Lampions den Park in ein Lichtermeer. Ein Highlight hier: Der ganze Park wird bis 2018 komplett umgestaltet und zu einer Art modernem Expo-Gelände mit zahlreichen Pavillons, in denen der Besucher alles über die Region, die Sole und das Thema Gesundheit erfahren kann.

Ursprung der vielen Parks waren meist die Heilquellen, die im Teutoburger Wald so zahlreich aus dem Boden sprudeln und die Natur so überbordend machen. Wer die Natur und die Vielfalt der Region erleben möchte, kann auch zwischen 524 verschiedenen beschilderten Wanderwegen wählen oder per Fahrrad auf Entdeckungstour gehen und eine der 325 Touren aussuchen.

Mehr zu den Angeboten und zur Region: www.teutoburgerwald.de.

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Reformationsjahr

Sehenswürdigkeiten entlang des Lutherwegs

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Mit dem Überqueren des Rheins südwestlich von Groß-Gerau folgen Pilger dem hessischen Teil des Lutherweges und gelangen bald nach Frankfurt am Main. Hessens größte Stadt verbindet eine ganz eigene Geschichte mit dem Reformator: Auf seiner Reise durch die hessischen Regionen machte Martin Luther Rast im Frankfurter Ried, bevor er seine Route weiter in Richtung Friedberg fortsetzte. Im Stadtkern befindet sich die barocke St. Katharinen Kirche, der erste Kirchenbau Frankfurts seit der Reformation. Einst predigte hier Hartmann Ibach, Schüler Luthers, die neue Lehre, die sich von hier aus rasch unter dem Volk verbreitete. Heute kann die im Jahr 1954 wiedererrichtete St. Katharinen Kirche montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr besucht werden und es finden hier, neben Gottesdiensten und Kirchenmusik, regelmäßig auch Ausstellungen und Vorträge statt.

++ Pilgern auf Luthers Spuren durch Bad Nauheim ++
Das Besondere am Lutherweg ist, dass sich der Pilgerweg nördlich von Frankfurt am Main, in Friedberg, in eine Ost- und eine Westspange teilt. Beide Wege vereinen sich wieder in Höhe von Laubach. Die Ostroute verläuft entlang der alten Römerstraße, während die Westroute, die Luther auf seiner Hinreise wählte, durch den Kurort Bad Nauheim führt. Hier erwarten Besucher das ganze Reformationsjahr über zahlreiche Veranstaltungen. Konzerte, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen sowie gemeinsame Wanderungen und Radtouren sind rund um das Thema Luther geplant.  

++ Reformation 2.0: Luthers Thesen mit dem Smartphone entdecken ++
Seine Spuren hinterließ Martin Luther auf seiner Reise von Worms zur Wartburg auch in der hessischen Region Vogelsberg. In Lich soll der Theologe einst im alten Pfarrhaus genächtigt haben. Heute gedenkt die Stadt dem Reformator auf besondere Weise: Die App „Reformation 2.0“ veranschaulicht auf spielerische Weise die 95 Thesen Luthers und bringt sie in die heutige Gegenwart. Die App „LutherLich“ begleitet Nutzer durch die historische Stadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern sowie entlang des Lutherweges in der Gemarkung Lich, der auf rund 13 Kilometern von Ober-Bessingen bis zum Kloster Arnsburg führt. Pilger erhalten in der App neben Informationen zum Weg, zu den Orten und zum Reformationsgeschehen, auch Bibelverse und Lutherzitate – alles auf die Wegrichtung und -länge angepasst, die am Anfang der App gewählt wurde. 

++ Bad Hersfeld : Auf Luthers Spuren bei den 67. Bad Hersfelder Festspielen ++
Bad Hersfeld verbindet mit Luther eine ganz besondere Historie, denn hier predigte der berühmte Theologe in dem damals bedeutendsten Benediktinerkloster trotz Verbot des Kaisers. Anlässlich der 500-jährigen Reformation Martin Luthers erwartet Besucher der Bad Hersfelder Festspiele ab dem 23. Juni 2017 eine ganz besondere Aufführung – Dieter Wedel stellt die Geschichte des weltbekannten Predigers nach. Die Uraufführung des Stückes „Der Anschlag“ stellt die facettenreiche, oftmals widersprüchliche Persönlichkeit Luthers und den Anschlag der 95 Thesen des Reformators authentisch dar. Im Vordergrund der Aufführung steht besonders die Frage, wie sich die heutige, von Atheismus und Religionskriegen geprägte Gesellschaft gegenwärtig, 500 Jahre nach dem Anschlag der Thesen, mit der Reformation Luthers auseinandersetzt und diese reflektiert. Tickets sind ab 29 Euro erhältlich. Vorstellungen finden im Zeitraum vom 23. Juni bis zum 19. August 2017 statt. 

++ Alsfeld: Markttreiben wie zu Zeiten Luthers ++
Zu einem großen Markttreiben wie zu Zeiten Luthers laden die „Alsfelder Marktspiele“ vom 26. bis zum 27. August 2017 in den mittelhessischen Vogelsbergkreis ein. Zahlreiche Stände und Mitmachstationen rund um das Thema Reformation sorgen für Unterhaltung und das leibliche Wohl der Besucher. Unter dem Motto „Luther-Spektakel“ können sich Besucher am Marktplatz zudem auf eine besondere Aufführung der Marktspielgruppe über die Alsfelder Stadtgeschichte freuen. Neben den „Alsfelder Marktspielen“ bietet die Stadt Luther-Begeisterten auch die interaktive Ausstellung „LUTHerLEBEN“ im Zeitraum vom 23. Oktober bis zum 4. November 2017 im Tilemann-Schnabel Haus Alsfeld. Von einer Gruppe aus Jugendlichen und Fachleuten ins Leben gerufen, möchte die Ausstellung insbesondere junge Menschen ab 13 Jahren ansprechen. Interessierte aus Politik, Kultur und Wissenschaft sowie Pilger sind ebenso gern gesehene Gäste. Mehr als ein halbes Jahr hat das rund 20-köpfige Team des Evangelischen Dekanat Alsfeld an der Ausstellung gearbeitet, die täglich von 14 bis 20 Uhr geöffnet ist. Nach Anmeldung können Gruppen vormittags die kostenlose Ausstellung besuchen. Für den Besuch sollten circa 60 bis 90 Minuten eingeplant werden.

 ++ Rast und Einkehr auf Hessens größter Höhenburg Burg Herzberg ++
Auch im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg machte der Reformator Halt: Die zwischen Alsfeld und Bad Hersfeld gelegene Burg Herzberg diente Martin Luther als idyllischer Rastplatz auf dem Rückweg von Worms zur Wartburg. Die original restaurierte Burganlage mit ihren bis zu fünf Meter dicken Burgmauern bietet Besuchern noch heute beeindruckende Ausblicke in die sanfte Mittelgebirgslandschaft. Die Burgschänke ist täglich ab 11 Uhr geöffnet, ausgenommen mittwochs und lädt Wanderer zur Einkehr auf Luthers Spuren ein. Erholungssuchenden bietet die gotische Kapelle einen idealen Ort zur Besinnung und Reflektion. 

++ Bad Hersfeld: Auf Luthers Spuren in Wort und Weg ++
Der Lutherweg 1521 führt Pilger durch die Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld. Hier übernachtete Martin Luther in dem einstigen Benediktinerkloster, von dem heute nur noch die Ruine der Stiftskirche erhalten ist. Dennoch können Besucher das ursprüngliche Kloster mit der Gästeführung „Auf Luthers Spuren in Wort und Weg“ originalgetreu nachempfinden. Während der zweistündigen Führung wandeln Besucher auf den Spuren von Martin Luther durch die romantischen Fachwerkgassen, entdecken die Hospitalkapelle und das Abtschloss sowie das Stiftsviertel und seine berühmte Stiftsruine. Die einstige Kirche gilt heute als eine der größten romanischen Basiliken nördlich der Alpen und stellt darüber hinaus die größte romanische Kirchenruine der Welt dar. Die Führung endet an der Stadtkirche, an der ein besonderes Highlight wartet: Von der Kanzel vorgetragen, erleben Besucher eine Lutherpredigt in Original-Sprache. Die Stadtführung beginnt am Stadt-Relief am oberen Rathausplatz und kann von Gruppen bis zu 25 Personen für 85 Euro gebucht werden.

++ Ganz Hessen gedenkt Luther ++
Auch zahlreiche hessische Regionen und Städte, die nicht unmittelbar am „Lutherweg 1521“ gelegen sind, gedenken im Lutherjahr 2017 dem berühmten Reformator mit bunten Festen und Ausstellungen: Die Stadt Marburg gehört als ausgewählte hessische Stadt zum Bund der 16 „offiziellen“ Lutherstädten Deutschlands und ist gleichzeitig die einzige Stadt weltweit, die den Titel „Luther- und Zwinglistadt“ trägt. Zurückzuführen ist dies auf den hessischen Landgrafen Philipp, der als wichtigster Förderer der Reformation in Deutschland bekannt ist und im Jahr 1527 in Marburg die weltweit älteste, heute nach ihm benannte, protestantische Universität gründete. Darüber hinaus trafen sich in der nordhessischen Reformationsstadt im Jahr 1529 die führenden Reformatoren um Martin Luther, Huldrych Zwingli, Philipp Melanchthon, Johannes Oekolampad und Martin Brucer zum berühmten „Marburger Religionsgespräch“. Vom 15. bis zum 18. Juni 2017 können sich Besucher in Marburg auf das historische Jubiläumsfest mit offenem Feuer, Schauzelten, Armenspeisung und Tischreden sowie Lesungen aus der Stadtschrift „Die von Marpurg und die Welt Luthers“ freuen. 
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Nordhessen

Burgen und Schlösser in den Heilbädern und Kurorten

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Am 25. Juni 2017 findet in Nordhessen zum zweiten Mal der Tag der Burgen und Schlösser mit besonderen Aktionen und Festen statt. In den Heilbädern Bad Karlshafen, Bad Sooden-Allendorf und Kassel-Bad Wilhelmshöhe öffnen an diesem Tag historische Bauwerke ihre Tore für Besucher und laden zum Mitmachen und Erleben ein. Doch auch ganzjährig bieten die zahlreichen Burgen und Schlösser in den 31 Heilbädern und Kurorten in Hessen spannende Einblicke in die Vergangenheit.

Neugotik in Bad Sooden-Allendorf: Schloss Rothestein
Imposant thront das im Stil der aus England stammenden Neugotik errichtete Schloss Rothestein über der Fachwerkstadt Bad Sooden-Allendorf und bietet Besuchern weite Blicke in das Tal der Werra. Der Name „Rothestein“ leitet sich von dem roten Sandsteinfelsen ab, auf dem das Schloss im Jahr 1891 von Freiherr von Gilsa gebaut wurde. Wenige Jahre später ging der gesamte Besitz an den englischen Baron von Knoop über, der das Schloss 1911 vollendete. Seit 2009 ist das Schloss Rothestein für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt heute neben der Schlossschänke, dem Schlosscafé auch ein Standesamt. Direkt am Werra-Burgen-Steig sowie dem Werratal-Radweg gelegen, ist Schloss Rothestein auch für Wanderer und Radfahrer ein ideales Ausflugsziel. Am Tag der Burgen und Schlösser dürfen sich Besucher auf ein buntes Markttreiben freuen: Der Schlossterrassen-Markt lädt am Sonntag, dem 25. Juni, mit regionalen Köstlichkeiten, wie Ahle Wurst, Wein und Käse, zum Verweilen ein. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.bad-sooden-allendorf.de

Ungewöhnliche Kirchenburg: Krukenburg in Bad Karlshafen
Die Krukenburg im Stadtteil Helmarshausen der Barockstadt Bad Karlshafen ist eine besondere Kirchenburg, die gleichzeitig als Wehr- und Wohnbau diente und einst sowohl Päpste als auch Kaiser beherbergte. Gleichzeitig rankt sich eine Sage des Riesen Kruko, der einst mit seinen drei Töchtern Brama, Saba und Trendula hier gelebt haben soll, um dieses Bauwerk. Die Pläne zum Bau der Kirche stammen aus dem Orient: Der Helmarshäuser Abt Wino wurde im Jahre 1033 von seinem Bischof nach Jerusalem gesandt, die Baupläne der Heilig-Grab-Kirche zu kopieren. Da diese jedoch im Jahre 1009 zerstört wurde, brachte der Abt den Grundriss einer Kreuzkuppelkirche mit, von der er annahm, dass sie der Heilig-Grab-Kirche am ehesten entspräche. Nach diesen Plänen entstand bis 1126 die Johannes-Kapelle und etwa 100 Jahre danach, um diese herum, eine mächtige Befestigungsanlage mit einer hohen Burgmauer mit vorgelegtem Graben, einem Turm sowie zwei Wohngebäuden. Auch wenn von der mittelalterlichen Krukenburg heute nur noch eine Ruine erhalten ist, ist ihre besondere Geschichte hier immer noch spürbar. Der zum Aussichtsturm ausgebaute Bergfried bietet mit seinen 22 Metern Höhe einen lohnenswerten Rundblick auf das Diemeltal, den Reinhardswald und dem Mittelgebirge Solling. Eine Besichtigung der Krukenburg ist zwischen April und Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr möglich. Erwachsene zahlen 1,50 Euro Eintritt und Kinder einen Euro. Der Tag der Burgen und Schlösser steht ganz Zeichen der Kinder: Klettern am Burgturm, kostenfreie Führungen für Familien, Ponyreiten und vieles mehr lassen am 25. Juni ab 14 Uhr zum besonderen Erlebnis werden. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.bad-karlshafen.de

Löwenburg in Kassel-Bad Wilhelmshöhe: Lustschloss des Landgrafen
Oberhalb von Schloss Wilhelmshöhe entstand in dem Kneipp- und Thermalsoleheilbad Kassel-Bad Wilhelmshöhe zwischen 1793 und 1801 die Löwenburg als eine der ersten pseudomittelalterlichen Burgruinen Europas. Sie stellt ein wichtiges Einzelelement im Gesamtkunstwerk und UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe dar. Die Burg diente dem Landgrafen Wilhelm IX. zum einen als Lustschloss, zum anderen sollte sie die historische Bedeutung des seit dem Mittelalter regierenden Hauses Hessen zeigen. Neben den fürstlichen Wohnappartements umfasste sie unter anderem eine Rüstkammer und eine neogotische Burgkapelle, unter der der Burgherr in einer Gruft seine letzte Ruhestätte fand. Um die Burg herum wurden ein altertümlich wirkender Burggarten, ein Weinberg, ein Turnierplatz sowie ein Tiergarten angelegt. Nachdem der Zweite Weltkrieg Teile der Burg zerstörte, arbeiten Instandsetzungsmaßnahmen derzeit an dem Wiederaufbau des Bergfrieds, der Sicherung des überkommenden Baubestandes sowie der Wiedereinrichtung der Innenräume mit ihrem ursprünglichen Mobiliar. Ziel ist es, die Löwenburg für die Besucher wieder so erlebbar zu machen, wie zu Zeiten des Kurfürsten Wilhelm I.. Die Löwenburg ist ganzjährig nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Zum Tag der Burgen und Schlösser besteht stündlich die Möglichkeit, an einer solchen Führung teilzunehmen. Der Eintrittspreis inklusive Führung beträgt regulär vier Euro für Erwachsene und drei Euro ermäßigt. Kinder bis 18 Jahre sind frei. Aufgrund der Instandsetzungsarbeiten gelten aktuell jedoch reduzierte Preise von zwei Euro für Erwachsene und einem Euro ermäßigt. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.museum-kassel.de

Geheimnisvolles Kellergewölbe – Burg und Wehranlage Herbstein
In dem Heilbad Herbstein, Hessens höchster Heilquelle im Naturpark Hoher Vogelsberg, folgen Besucher den Spuren längst vergangener Zeiten bis unter die Erde: In einem geheimnisvollen Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert lassen sich heute noch die Reste einer alten Burganlage besichtigen. Zwischen 1258 und 1271 wurde Herbstein, das schon vorher mit Mauer, Graben und Wällen umgeben war, zu seinem weiteren Schutz und zur Wahrnehmung der Rechte und Freiheiten des Stiftes Fulda mit einer Burg versehen. Herbstein war ein westlicher Außenposten des Klosters Fulda und lag strategisch günstig auf einer Anhöhe. Das genaue Schicksal der Burg ist nicht bekannt, aber eine letzte urkundliche Erwähnung im Jahr 1646 lässt darauf schließen, dass sie von einer großen Armada unter der Führung des hessen-kasselschen Generals von Geyso, die die Stadt Herbstein belagerte und einnahm, zerstört wurde. Neben einigen übrig gebliebenen, unterirdischen Burgkellergewölben berichtet heute die fast vollständig erhaltene und nahezu 800 Jahre alte Stadtmauer mit ihren drei Türmen von der Wehrhaftigkeit des mittelalterlichen Städtchens Herbstein. Das Burggewölbe ist im Rahmen von Führungen zugänglich. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.herbstein.de

Eines der bedeutendsten Barock-Schlösser am Rhein: Schloss Biebrich in Wiesbaden
Unmittelbar am Rheinufer des Stadtteils Biebrich im Heilbad Wiesbaden liegt das Biebricher Schloss, eines der bedeutendsten Barock-Schlösser entlang des Rheins. 1701 als Gartenhäuschen konzipiert und bis 1703 zu einem Wohnschlösschen ausgebaut, diente es den Fürsten und Herzögen von Nassau bis in das Jahr 1841 als Hauptresidenz. Die Rotunde sowie die Galerien werden heute als Repräsentationsräume für den hessischen Ministerpräsidenten genutzt. Zudem ist das Schloss Schauplatz zahlreicher Tagungen und Feierlichkeiten. Alljährlich an Pfingsten findet in dem weitläufigen Schlosspark das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier statt. Eine Besichtigung der Innenräume ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Aber auch ein Rundgang um das Schloss lohnt, denn das auf einem Geländevorsprung errichtete Schloss Biebrich wirkt mit seinen drei Geschossen von der Rheinseite aus monumentaler, als von der Parkseite, die nur zwei Geschosse aufweist. Eine Einkehr in dem angeschlossenen Restaurant „Schönhauser Schloss Biebrich“ rundet den Besuch kulinarisch ab. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.wiesbaden.de

Romantische Geschichte: Altes und Neues Schloss in Bad König
In der Altstadt des südhessischen Heilbads Bad König, nur wenige Schritte von der Odenwald-Therme entfernt, befindet sich der Schlossplatz mit gleich zwei nebeneinander liegenden Schlössern. Das Neue Schloss, ein spätbarocker Putzbau, auch „Graf Christians Bau“ genannt, wurde 1792/93 erbaut und diente noch bis 1993 als Rathaus. Etwas erhöht liegt das auf das Jahr 1559 zurückreichende Alte Schloss, das ehemalige Residenzschloss der Grafen von Erbach Schönberg. Der steinerne Unterstock stammt noch aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in den Obergeschossen das Fachwerk erneuert und neu verputzt sowie im 20. Jahrhundert die Außenfront bemalt. Heute dient der Großteil des Alten Schlosses als Sitz der Stadtverwaltung, doch im Erdgeschoss ist das Heimatmuseum Bad Königs untergebracht. Jeden ersten und dritten Sonntagvormittag können Besucher hier kostenfrei Ausstellungstücke aus dem täglichen Leben der „Kinnicher“ und den ortsansässigen Handwerksberufen besichtigen. Im Inneren des Schlosses befindet sich der historische Gartensaal von 1792/93. Hier verlobte sich 1900 die niederländische Königin Wilhelmina mit Herzog Heinrich zu Mecklenburg-Schwerin. Aber auch Nichtadlige haben heute die Möglichkeit, sich im Neuen Schloss mit Blick auf den Lustgarten standesamtlich trauen zu lassen. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.badkoenig.de

Burgruine Königstein – Zweitgrößte Festungsruine Deutschlands
Hoch über dem Heilklimatischen Kurort Königstein im Taunus thront die mächtige Burgruine Königstein – das Wahrzeichen der Stadt. Mit ihren mehr als 14.000 Quadratmetern Fläche gilt sie als zweitgrößte Festungsruine Deutschlands. Auch wenn die Gründung der Burg sagenumwoben ist, wird heute angenommen, dass sie im elften Jahrhundert zur Sicherung der wichtigen Reichstraße Frankfurt - Köln erbaut wurde. Die verschiedenen Herren über Königstein ließen unterschiedliche Baumaßnahmen durchführen. So errichteten die Herren von Falkenstein (1255-1418) die unteren Geschosse des Burgturms und den Palas. Die Grafen von Eppstein (1418-1535) bauten die im Reichskrieg 1364 stark beschädigte Burg zur Residenz aus, deren Befestigung Graf Ludwig von Stolberg mit Rondellen verstärkte. Von 1581 bis 1803 gehörte Königstein zum Herrschaftsbereich der Kurfürsten von Mainz, die die Anlage als Garnison nutzen und zur Festung ausbauten. Das Mainzer Tor, durch das jeder Besucher eintritt, ist ein Zeugnis jener Zeit. 1796 wurde die Festung von einem französischen Besatzungskommando gesprengt. Die Königsteiner nutzten die Ruine fortan als Steinbruch für den Wiederaufbau ihrer wenige Jahre zuvor abgebrannten Häuser. Im 19. Jahrhundert erwarb Herzog Adolph von Nassau die Burgruine. Dessen Tochter, Großherzogin Hilda von Baden, schenkte 1922 Burg und Burghain der Stadt Königstein. Die Burgruine kann täglich von zehn Uhr bis 19 Uhr besucht werden. Von November bis Februar ist die Burg am Wochenende geöffnet insofern es die Witterung zulässt. Der Eintritt kostet drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro pro Kind. Am Wochenende nach Himmelfahrt ist die Festung traditionell Schauplatz des Königsteiner Ritterturniers. Am 27. Mai 2017 lockt es Besucher bereits zum 19. Mal mit einem Turnierspektakel, mittelalterlichen Markt, Gauklern und vielem mehr. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.koenigstein.de
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